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Magengeschwüre

Ernährungsempfehlungen

Ernährungsempfehlung bei Magengeschwüren

Unter einem Magengeschwür (Ulcus ventriculi bzw. duodeni) versteht man einen gutartigen Defekt der Magenwand, bei dem neben der Magenschleimhaut auch tiefere Wandschichten betroffen sind. Wesentlich dafür ist das Vorhandensein von Magensäure sowie eines eiweißspaltenden Enzyms genannt Pepsin. Grundsätzlich ist als Ursache ein Missverhältnis zwischen schleimhautschützenden und – zerstörenden Faktoren zu sehen. Einen wesentlichen Faktor spielt beim Zwölffingerdarmgeschwür auch das Vorhandensein von Helicobakter pylori, einem Bakterium, welches in dem sauren Milieu des Magens überleben kann. Weitere Ursachen dürften in einer genetischen Veranlagung, bestimmten Medikamenten (einige Schmerzmittel), überschießender Säureproduktion des Magens, Gallenrückfluss in den Magen, psychischen Faktoren (Stress, Depressionen), Nikotinkonsum, zu sehen sein.

Ernährung

Von Ernährungsseite ist ein negativer Einfluss von Alkohol nicht nachgewiesen, auch damit keine schlechtere Heilungsrate. Gleiches gilt für Kaffee, der wohl erst in größerer Menge, wobei andere als Koffein beim Röstprozess entstehende Substanzen, schuldig gemacht werden, mit dabei gesteigerter Säureproduktion. Häufig wird jedoch über eine verstärkte Beschwerdesymptomatik im Zusammenhang mit Kaffeekonsum berichtet. Ein schädigender Effekt von Gewürzen ist nicht nachgewiesen, auch hier individuell unterschiedliche Verträglichkeit bei z. B. Pfeffer, Paprika, Knoblauch, Meerrettich oder scharfem Senf.

Positiv wirkt sich eine hohe Zufuhr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Linolsäure) aus, enthalten in bestimmte Pflanzenölen. Der Körper bildet daraus Stoffe, die in der Lage sind die Durchblutung der Schleimhaut zu fördern, in dieser Ebene eine zusätzlich schützende Schleimschicht zu bilden.

Die Beschwerden bei Magen- wie auch Zwölffingerdarmgeschwüren sind sehr unterschiedlich und nicht typisch (Oberbauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Erbrechen, Ausstrahlung der Schmerzen häufig in den Rücken).

Komplikationen

An Komplikationen können Blutungen sowie Durchbruch der Magengeschwüre in die freie Bauchhöhle oder in Nachbarorgane auftreten.

Ernährungsempfehlung

Von Seiten der Ernährung empfiehlt sich eine leichte Vollkost, im Endeffekt kann gegessen werden was individuell vertragen wird. Eine früher verordnete "Ulkusdiät" oder Schonkost ist bisher ihre Wirkung schuldig geblieben. Hohe Ballaststoffanteile (Vollkornprodukte, Kartoffeln, Gemüse) sind sinnvoll, die Heilung kann damit zwar nicht verbessert werden, Rückfälle sind jedoch erwiesener Weise seltener. Dies ist auf die Bindungen von Gallensäuren zurückzuführen.

Scharfe Speisen und Gewürze sowie übermäßiger Kaffeekonsum sind zu reduzieren, entsprechend der individuellen Verträglichkeit. Für eine gesteigerte Fettzufuhr bei positiven Effekten ungesättigter Fettsäuren gibt es jedoch keine Empfehlungen. Auf jeden Fall sollte ein Nikotinkonsum eingestellt werden, des Weiteren zu empfehlen Stressabbau.