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Refluxkrankheit

Ernährungsempfehlungen

Ernährungsempfehlungen bei Refluxkrankheit

Bei einer Refluxkrankheit kommt es zu einem krankhaft gesteigerten Rückfluss von saurem Magensanft in die Speiseröhre und dadurch zur Schädigung der Speiseröhreschleimhaut.

Symptome

Das Hauptsymptom der Refluxkrankheit ist Sodbrennen, häufig begleitet von Oberbauchschmerzen und Völlegefühl nach dem Essen, Schluckstörungen, Übelkeit. Auch ist ein häufiger Zusammenhang mit Auftreten von Heiserkeit, Rachen- und Kehlkopfentzündungen, Bronchialasthma, Nebenhöhlenentzündungen festzustellen.

Ursachen

Ursächlich spielen mehrere Faktoren zusammen wie: ein verstärkter Rückfluss von Magensaft durch die Erschlaffung des unteren Speiseröhren-Schließmuskels, dadurch verlängerter Kontakt der Schleimhaut mit dem saurem Milieu. Der herabgesetzte Muskeltonus wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst wie z. B. die Zusammensetzung der Nahrung. Eine fettreiche Mahlzeit reduziert den Muskeltonus um etwa 30% (hormonelle Einflüsse), Zuckerstoffe wirken weitgehend neutral, eine eiweißreiche Mahlzeit erhöhte den Druck um etwa 50%. Kalte Speisen und Getränke verzögern den Vorwärtsfluß und verstärken damit wiederum die Symptomatik. Alkohol senkt die Muskelentspannung im Schließmuskel und führt zu Bewegungsstörungen der Speiseröhre. Ähnliches bewirkt Nikotin, Stress, Süßigkeiten (Schokolade), Schwangerschaft. Kaffee verhält sich individuell verschieden, wobei hier eher die Inhaltsstoffe, weniger Koffein sich auswirken.

Übergewicht führt zu einem erhöhten Druck im Bauchraum und begünstigt damit den Rückfluss, 80% der Refluxpatienten sind übergewichtig.

Komplikationen

Als Komplikation der Refluxkrankheit kann es zu schweren Entzündungen in der Speiseröhre, mit Blutungen, als Folgezustand Vernarbungen mit Ausbildung von Engen, bis zur Obstruktion durch Nahrungsbrocken kommen. Auch kann die Schleimhaut chronische strukturelle Veränderungen aufweisen.

Ernährungsempfehlungen

Durch eine adäquate Ernährungsumstellung lässt sich eine Refluxkrankheit entscheidend beeinflussen:

  1. Meiden von voluminösen, fettreichen Mahlzeiten, Verteilung auf mehrere kleine Mahlzeiten täglich mit Reduzierung von Fett- und Zuckergehalt der Nahrungsmittel
  2. Essen Sie ballaststoffreiche und faserreiche Kost, vermeiden Sie saure und scharfe Gerichte, reduzieren Sie so weit wie möglich Ihren Salzkonsum
  3. Keine Mahlzeiten am späten Abend
  4. Nahrungsmittel wie Schokolade, Kaffee, Zwiebeln, Tomatenprodukte, Knoblauch, Tee und Alkohol meiden
  5. Versuchen Sie Übergewicht abzubauen, treiben sie regelmäßig Sport, legen Sie sich nach dem Essen nicht direkt hin, sondern gehen Sie spazieren
  6. Schränken Sie das Rauchen ein, am besten ganz darauf verzichten
  7. Erhöhen Sie bei nächtlichen Beschwerden das Kopfende Ihres Bettes, am besten um 10 bis 15 cm
  8. Tragen Sie bequeme Kleidung, die den Bauch nicht eingeengt