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Tetanus

Impfungen

Tetanus

Tatanus ist eine Infektion durch ein Bakterium, welches hochgiftige Substanzen unter Luftabschluss bildet, die entscheidend in der Entwicklung der Erkrankung sind. Verbreitet sind die Tetanusbakterien weltweit im Darm von Tieren (Rinder, Schafe, Pferde), mit den Tierexkrementen gelangen die Bakterien ins Erdreich, insbesondere dabei zu erwähnen natürlich gedüngte Erde. Die Erreger können damit über verschmutzte Wunden, insbesondere bei solchen, die mit schlechter Durchblutung und Gewebszerstörung einhergehen, eindringen, die hier gebildeten Giftstoffe breiten sich über Nerven in Rückenmark und Gehirn aus.

Die Zeit bis zum Auftreten von Symptomen liegt zwischen zwei Tagen und vier Wochen, dabei beginnend meist mit Lähmungen der Kiefer- bzw. Gesichtsmuskulatur, später auch der übrigen Muskulatur. Die dabei auftretenden Krämpfe können massiv im Bereich der Körpermuskulatur auftreten, aber auch Lähmungen, z. B. der Atemmuskulatur hervorgerufen. Weiter betroffen können auch Körperfunktionen wie Blutdruck, Temperaturregelung, Herzrhythmus sein, die Beschwerden können über mehrere Wochen andauern. Die Sterblichkeit an der Erkrankung liegt altersabhängig zwischen 20 und 50%.

Die überwiegende Zahl der Infektionen mit Tetanus beruhen auf Bagatelleverletzungen, sodass eine vorsorgliche Tetanusimpfung die beste Prophylaxe darstellt. Der bestehende Impfschutz in der Bevölkerung wird auf etwa 50 % geschätzt, Tetanus wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Die Impfung enthält eine definierte Menge von entgiftetem Tetanusgift, enthalten sind des Weiteren ein Verstärker der Immunreaktion (Aluminiumverbindung), weiter Konservierungsstoffe, Spuren von Salzen und Formaldehyd.

Impfplan

Zur Grundimmunisierung werden drei Impfdosen verabreicht: erste Dosis, zweite Dosis nach vier bis sechs Wochen, dritte Dosis nach sechs bis zwölf Monaten. Aufgefrischt wird die Impfung alle zehn Jahre.

Impfempfehlung bei

  • Allgemein allen Personen
  • Schwangere ohne ausreichenden Impfschutz sollten im letzteren Schwangerschaftsdrittel geimpft werden (dadurch Schutz vor dem Nabelschnur-Tetanus des Neugeborenen)
  • Einer Verletzung (Verabreichung der Tetanusschutzimpfungen zusammen mit Tetanusantikörpern)

Keine Impfung bei

  • Personen mit akuten Erkrankungen
  • Bekannten allergischen Reaktionen auf Bestandteile
  • Schwere Nebenwirkungen auf eine vorausgegangene Tetanus Impfung

Nebenwirkungen

Bei etwa 20% können innerhalb der ersten zwei Tage an der Impfstelle Entzündungszeichen auftreten mit Rötung, schmerzhafter Schwellung, manchmal mit Beteiligung von benachbarten Lymphknoten, in Einzelfällen kann es zum Auftreten von sterilen Abszedierungen kommen, Allgemeinsymptomen mit leichter Temperaturerhöhungen, grippeähnlicher Symptomatik, Magen-Darm - Beschwerden. Die Beschwerden klingen jedoch in der Regel sehr schnell wieder ab. Des Weiteren allergische Reaktionen, peripher neurologische Erscheinungen.