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Thyphus

Impfungen

Thyphus

Thyphus ist eine Infektion mit Salmonella typhi, wobei die Bakterien über den Dünndarm in den Organismus eindringen können und verschiedene Organe befallen können.

Die Erkrankung kommt weltweit vor, hauptsächlich in Ländern mit schlechten sanitäteren und hygienischen Bedingungen. Die Übertragung, Stuhl und Urin über welche die Ausscheidung der Bakterien erfolgt, findet über verunreinigtes Wasser und Nahrungsmittel statt. Die Zeit bis zum Auftreten von Symptomen beträgt etwa 8-14 Tage, wobei die Erkrankung in verschiedenen Stadien abläuft. Anfänglich beginnend mit uncharakteristischen Atemwegssymptomen, anschließend Fieberschüben begleitet von Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Bewusstseinsstörungen. Im weiteren Verlauf können Darmblutungen, auch Fälle mit Herzmuskelentzündungen auftreten. Der Krankheitsverlauf kann mehrere Wochen andauern, selten mit Bildung von eitrigen Gelenksentzündungen sowie Abszessen in verschiedenen Organen. Ein kleiner Teil (2-3%) können über mehrere Monate als Dauerausscheider zur Infektionsquelle werden. Eine Behandlung mit Antibiotika ist möglich, jedoch werden zunehmend Resistenzen beobachtet.

Inhalt

Der Impfstoff enthält Teile der Bakterienwände, ist ein Todimpfstoff, weiter geringe Mengen an Phenol als Konservierungsstoff.

Impfplan

Die Impfdosis wird vorzugsweise in die Oberschenkel verabreicht, der Impfschutz setzt nach 7-14 Tagen ein und hält etwa drei Jahre. Eine Auffrischimpfung käme in Abständen von drei Jahren in Frage.

Impfempfehlung

Zu empfehlen als Reiseimpfung in Länder mit hohem Übertragungsrisiko, wo notwendige hygienische Bedingungen nicht einzuhalten sind. Die Impfung bietet ein Schutz von etwa 70%, außerdem ist der Krankheitsverlauf in Fällen der Infektion deutlich milder.

Keine Impfung bei

  • Personen mit akuten Erkrankungen
  • Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Impfstoffbestandteile
  • Schweren Nebenwirkungen nach früheren Typhusimpfungen
  • Kindern unter zwei Jahren
  • Schwangeren

Nebenwirkungen

Lokalreaktion im Bereich der Impfstelle mit Rötung, Schwellung, Allgemeinsymptome mit Temperaturerhöhungen, Kopf- und Gliederschmerzen, Magen-Darm Beschwerden. Bei Wiederholungsimpfungen ist häufig eine vermehrte lokale Reaktionen zu beobachten. Gelegentlich allergische Hautreaktionen, insgesamt jedoch Beschwerden die relativ rasch wieder Abklingen.